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Dispokredit

Unter einem Dispositionskredit, kurz meist Dispokredit genannt, versteht man eine Variante des Kontokorrentkredits, bei dem die Bank dem Kreditnehmer auf seinem laufenden Konto einen Kreditrahmen bis zu einer gewissen Höhe einräumt.

Beim Dispokredit handelt es sich um einen Blankokredit: Es muss keine dingliche Sicherheit vereinbart werden. Falls Sie regelmäßig Ihren Dispokredit beanspruchen müssen, lohnt es sich, Ihren Zinssatz mit denen der Ratenkredite in unserem Kreditvergleich zu vergleichen. Hier besteht ein enormes Einsparpotenzial in Verbindung mit einer sehr unkomplizierten Online-Vergabepraxis.

Zinsen für den Dispokredit

Die verbraucherfreundlichen Eigenschaften - kurzfristige Vergabe, flexible Laufzeit bei der Rückzahlung, beliebig wiederholbare Inanspruchnahme - haben allerdings ihren Preis. Wer Dispokredite in Anspruch nimmt, zahlt normalerweise tageweise zwischen circa 6 und derzeit 17 Prozent Sollzinsen. Daher eignet sich diese Kreditform nur für Investitionen, die gar keinen Aufschub dulden und deren Anschaffungskosten schnell zurückgezahlt werden können.

Ein Rechenbeispiel verdeutlicht die Situation: Zahlt man für die Überziehung seines Girokontos 15 % Dispozinsen p.a., gelangt am 10. Tag des Monats mit 500 Euro ins Minus und kann am 25. Tag einen Ausgleich schaffen, zahlt man 3,13 Euro. Auf ein ganzes Jahr gesehen, wären es bereits 75,- Euro. Dispo-Zinssätze variieren von Bank zu Bank. Allerdings werden sie stets nur auf den Betrag berechnet, der tatsächlich in Anspruch genommen wird. Durch den relativ hohen Zinssatz jedoch sollte ein längerfristiger Dispokredit vermieden bzw. durch die Aufnahme eines Ratenkredites ohne langes Zögern ersetzt werden.

Höhe und Abrechnung bei Dispokrediten

Die Höhe des Dispositionskredits wird anhand der regelmäßigen Geldeingänge, etwa Lohn, Rente, Bafög oder Unterhalt berechnet. Die dreifache Summe dessen bildet in der Regel das Überziehungslimit. Alternativ ist eine ungefähre Richtlinie das zwölffache des frei verfügbaren Haushaltsüberschusses. Also des Betrages, der nach Abzug aller Ausgaben pro Monat übrig ist.

Im Bedarfsfall erfolgt der Ausgleich unkompliziert durch das eingehende Guthaben auf dem Girokonto. Bringt also der Kreditnehmer sein Konto ins Plus, ist der Dispokredit beglichen. Die Abrechnung der angefallenen Kreditkosten erfolgt meist quartalsweise mit dem Rechnungsabschluss und der Mitteilung über die Sollzinsen. Die Bank prüft im Einzelfall vor der Vergabe der Dispositionskredite die Kreditwürdigkeit des Kunden. Insbesondere bei jungen Menschen ohne eigenes Einkommen erfolgt eine Zusage erst einige Monate nach der Girokonto-Eröffnung, um somit die Regelmäßigkeit und das Zahlungs- und Ausgabenverhalten des Kunden adäquat bewerten zu können.

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